Auswirkungen der KVG-Revision Spitalfinanzierung auf die Spitallandschaft und die Sicherstellung der stationären Versorgung

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) erarbeitete socialdesign eine Konzept- und Machbarkeitsstudie zu den Auswirkungen der KVG-Revision Spitalfinanzierung auf die Spitallandschaft und die Sicherstellung der stationären Versorgung. Ziel der Studie war es ein umsetzbares Konzept für die Evaluationsarbeiten innerhalb des Themenbereichs „Spitallandschaft und Sicherstellung der Versorgung“ zu erarbeiten und eine erste Bestandesaufnahme in Bezug auf die themenbereichsspezifischen Evaluationsfragestellungen vorzunehmen.

Im Rahmen der Bestandesaufnahme wird einerseits die kantonale Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben beschrieben. Der Fokus liegt dabei auf (a) den verwendeten Leistungsgruppensystematiken als Basis einer leistungsorientierten Planung, der Bedarfsermittlung und der Leistungsspektren, (b) den Datengrundlagen und Methoden der Bedarfsermittlung als Instrumente für die qualitative und quantitative Beschreibung des Versorgungsbedarfs, (c) dem Einbezug privater Trägerschaften vor dem Hintergrund der aufgehobenen Unterscheidung zwischen privaten und öffentlichen Spitälern, (d) den Formen interkantonaler Koordination und Kooperation und (e) der konkreten Umsetzung der bundesrätlichen Planungskriterien (Wirtschaftlichkeit, Qualität und Erreichbarkeit).

Andererseits analysiert die Bestandesaufnahme die Entwicklungstendenzen in der Spitallandschaft. Betrachtet werden dabei die Zahl der Leistungserbringer, deren Leistungsspektrum, die interkantonalen Patientenströme, die Marktanteile einschliesslich mögliche Konzentrationstendenzen sowie allfällige Spezialisierungstendenzen auf Ebene der einzelnen Leistungserbringer.

Basierend auf der Bestandesaufnahme wird anschliessend das Konzept für die weiteren Evaluationsarbeiten formuliert. Im Hinblick auf die Beantwortung der Evaluationsfragestellungen werden dazu folgende Module formuliert: (i) die Analyse der Veränderungen in der Spitallandschaft basierend auf den Daten der Medizinischen Statistik, eine Befragung der Kantone (ii) und der Leistungserbringer (iii), (iv) die Aktualisierung einer bestehenden Studie zu den kantonalen Rahmenbedingungen zwischen Wettbewerb und Planung, (v) die Analyse der Patientenströme anhand der Medizinischen Statistik sowie (vi) eine Erreichbarkeitsanalyse zur Beurteilung des Einflusses der KVG-Revision auf den Zugang zur medizinischen Versorgung. Die Priorisierung der erwähnten Module durch die Begleitgruppe dient dabei als Grundlage für die Planung der weiteren Evaluationsarbeiten durch das Bundesamt für Gesundheit.

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