Suche, Selektion und Vermittlung von Kader- und Top-Level Führungskräften

Interview mit Daniel Luchsinger, Gründer und Mitinhaber von Mac Lynx

Das Unternehmen Mac Lynx hat sich unter anderem spezialisiert auf die Suche, Selektion, Rekrutierung und Vermittlung von Kader- sowie Top-Level Führungskräfte und Spezialisten im Sozialbereich. Mehr zu dieser Dienstleistung erfahren Sie im Interview mit Daniel Luchsinger.

Herr Luchsinger, Ihr Unternehmen hat sich unter anderem spezialisiert auf die Suche, Selektion, Rekrutierung und Vermittlung von Kader- sowie Top-Level-Führungskräften und Spezialist/innen im Sozialbereich. Was kann man sich unter dieser Dienstleistung genau vorstellen?

Im Gegensatz zu einem klassischen Vermittler arbeiten wir ausschliesslich auf Mandatsbasis. Das heisst, wir erhalten von unserem Klienten den Auftrag, eine spezifische vakante Position neu zu besetzen. Dabei übernehmen wir den gesamten Rekrutierungsprozess inkl. Korrespondenz, Interviews mit den Kandidat/innen und regelmässigen Feedbacks zwischen Kundin, Kandidat/in und Mac Lynx. Unser Kunde oder unsere Kundin führt in der Regel «nur noch» die Abschlussgespräche. Unsere Spezialität ist dabei die Direktansprache. Wir recherchieren und ermitteln potentielle Kandidat/innen und kontaktieren diese telefonisch, um deren Interesse an einem eventuellen Stellenwechsel abzuklären. Dies erfordert einen hohen Einsatz und viel Fingerspitzengefühl, denn es ist wichtig, dass sich angesprochene Kandidat/innen nicht überrumpelt fühlen. Letztendlich operieren wir immer im Namen eines Unternehmens oder einer Organisation und übernehmen dadurch sozusagen die Funktion einer «outgesourcten» Personalabteilung des Unternehmens oder der Organisation.

Wenn Führungskräfte und Spezialisten im Sozialbereich die Stelle wechseln, auf was legen diese besonders wert? Gibt es Tendenzen? Und unterscheiden sich diese Tendenzen im Vergleich zu anderen Branchen?

Viele Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Sozialbereich suchen nach Möglichkeiten, um in ihrer beruflichen Laufbahn einen weiteren Schritt vollziehen zu können. Im Unterschied zu anderen Branchen herrscht bei Personen, die im Sozialbereich arbeiten, in vielerlei Hinsicht eine erhöhte Sensibilität gegenüber:

  • Wahl der geographischen Lage: So nahe wie möglich am Wohnort, geringe Bereitschaft für einen Umzug und bevorzugt in einer grösseren Stadt
  • Kurze Arbeitswege
  • Erreichbarkeit mittels ÖV
  • Hohe Anforderungen an das Arbeitsklima
  • Wunsch nach Teilzeitpensen: In der Regel werden weniger Stellenprozente angestrebt als in anderen Branchen. Die Bandbreite reicht von idealerweise 80 Prozent bis zu niedrigen 40 Prozent. 100% sind sehr selten gewünscht. Viele Kandidat/innen legen grossen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privatleben und Beruf, was in anderen Branchen in dieser Art eher weniger wichtig, vielerorts sogar unmöglich ist.

Inwiefern besteht in dieser Branche ein Bedarf für diese Art von Dienstleistung?

Insbesondere bei der Suche von Führungskräften oder speziell qualifiziertem Personal ist eine solche Dienstleistung (Zusammenarbeit) üblich. Sie empfiehlt sich aus Diskretionsgründen, wenn der Firmennamen aus branchen- oder unternehmensinternen Gründen verschwiegen wer-den muss, oder wenn man den grossen Aufwand der Personalsuche und der nachfolgenden Vorauswahl an erfahrene Fachleute delegieren möchte. Eine solche Zusammenarbeit bringt einige Vorteile: Es kann damit eine grössere Zahl von Bewerber/innen, z. B. auch Personen bei der direkten Konkurrenz, gezielt angesprochen werden. Eine spezialisierte, erfahrene Fachperson berät und unterstützt bei der Personalsuche und -auswahl. Die Bewerbenden ihrerseits schätzen die Möglichkeit der Kontaktnahme und Information über eine Vertrauensperson. Deren Bewerbungen bleiben streng vertraulich, wodurch sich Bewerbende problemlos wieder zurück-ziehen können. Zudem werden sie durch einen Dritten, also zum Beispiel durch uns, neutral informiert und auch beraten.

Wie schätzen Sie die die Entwicklungsperspektiven und den zukünftigen Bedarf nach dieser Dienstleistung im Sozialbereich ein?

Gerade im Sozialbereich bestehen sehr gute Entwicklungsperspektiven. Vielerorts gibt es gar keine Personalabteilung und falls doch, dann oft nur eine verwaltende, was dazu führt, dass in der Rekrutierung von Personen wenig Erfahrung vorhanden ist. Diese Institutionen gehen dann oft den klassischen Weg und schalten Anzeigen. Diese kosten allerdings sehr viel Geld, haben einen grossen Streuverlust und erscheinen nur einen einzigen Tag in der Zeitung. Vor allem sprechen sie aber nur diejenigen Leute an, die auf Stellensuche sind. Dann gibt es natürlich die Internetanzeigen, die je nach Plattform bis zu einem Monat sichtbar sind. Doch diese Varianten haben eines gemeinsam: sie sind passiv abwartend. Ganz im Gegensatz zu dem, was wir tun. Wir gehen Kandidat/innen aktiv und gezielt an, auch solche, die nicht auf Stellensuche sind. Somit decken wir ein viel breiteres Spektrum ab.

In welchen Bereichen haben Sie bis jetzt mit socialdesign zusammengearbeitet?

socialdesign hat uns bei laufenden Mandaten für diverse Personalfragen beigezogen. Insbesondere für Rekrutierungen, da der klassische Weg nicht zu dem gewünschten Erfolg führte.

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