socialdesign 2012: Ein Jahresrückblick

Interview mit Andreas Dvorak und Reto Jörg.

Andreas Dvorak ist Mitinhaber und CEO bei socialdesign. Reto Jörg ist im Oktober 2012 als Praktikant bei socialdesign eingestiegen. Ab April 2013 wird er in einer Festanstellung bei socialdesign arbeiten. Das Interview wurde am 21. Dezember 2012 von Christine Meister geführt.

Wie lässt sich die „Gemütsverfassung“ von socialdesign für das zu Ende gehende Jahr beschreiben?

Reto Jörg:  Ende Jahr ist die Gemütsverfassung positiv und etwas hektisch. Es gibt sehr viel zu tun, was natürlich ein gutes Zeichen ist. Darum können wir ein gutes Fazit ziehen und uns auch schon auf das nächste Jahr freuen.

Andreas Dvorak: Die Gemütsverfassung ist auch ein bisschen übermütig, im Sinne von überdreht. (schmunzelt) Es war ein gutes Jahr. Wir arbeiteten viel und hatten sehr viele spannende Aufträge, von welchen einige im nächsten Jahr weiterlaufen. Daher ist die Gemütsverfassung auch positiv im Ausblick auf das neue Jahr.

Reto, du bist seit diesem Herbst neu bei socialdesign dabei. Wie hast du deinen Einstieg bei socialdesign erlebt?

Es war ein Kopfsprung ins kalte Wasser. Es ging direkt los. Weil es viele verschiedene Aufgaben zu erledigen gab, konnte ich von Anfang an voll anpacken. Ich habe socialdesign bis jetzt als sehr dynamische Firma erlebt, die Mut hat zu entscheiden und schnell reagiert. Das ist sehr spannend und beeindruckend.

Andreas, welches waren im Jahr 2012 die grossen Themen und welche Mandate hat socialdesign 2012 vor allem übernommen?

Gesamthaft hat socialdesign rund 153 Projekte durchgeführt. Davon waren 58 Aufträge im Bereich Beratung, 23 Forschungs- und Evaluationsmandate, 19 Aufträge im Bereich Schule und Lehre, 31 Coachings, 13 Mandate im Bereich der Instrumentenentwicklung sowie 6 Leitungen. Pro Auftrag variierte der Aufwand zwischen einigen wenigen und mehreren hundert Stunden. Unsere Auftraggeber und Auftraggeberinnen waren 60-mal Non-Profit-Organisationen, 26-mal Gemeinden, 28-mal Kantone, 20-mal Bundesorganisationen, 13-mal Einzelpersonen und profitorientierte Organisationen sowie 6-mal Regionale Netzwerke.
Aktuell stehen auf der einen Seite verschiedene politische Veränderungen an. Auf der anderen Seite unterliegen die Kantone auch dem wirtschaftlichen Druck. Ein grosses Thema waren aus diesem Grund bei unseren Auftraggeberinnen und Auftraggebern Strategieprozesse, um sich auf die damit entstehenden neuen Themenbereiche und Veränderungen einzustellen. So gab es beispielsweise auch verschiedene Mandate im Zusammenhang mit dem neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht oder in der Psychiatrie.

Andreas, welches sind die Erfolge des Jahres 2012? Worüber hast du dich besonders gefreut?

Ein Erfolg waren sicher unsere Neuanstellungen, also der Ausbau im Mitarbeiterbereich und die damit verbundene Konsolidierung. Wir konnten auch einige für uns grosse Aufträge bearbeiten. Das Vertrauen in die Firma ist vorhanden, auch für Projekte, die vielleicht acht oder neun Jahre dauern. Wir schätzen das sehr und nehmen das als eine indirekte Rückmeldung an unsere Arbeit, welche wir leisten.
Ein Erfolg für uns sind auch diejenigen unserer Kunden und Kundinnen, welche uns wiederholt Aufträge erteilen und uns damit ihr Vertrauen beweisen. Dies freut uns sehr.

Reto, was waren deine bisherigen persönlichen Höhenpunkte?

Für mich persönlich war es sicher einmal das Ankommen in dieser Firma und dass mein Einstieg so gut geklappt hat. In dieser kurzen Zeit konnte ich doch schon einige Erfolge verbuchen. Bis jetzt habe ich eine sehr hohe Zuschlagsquote erreichen können. Das heisst, dass diejenigen Offerten, bei welchen ich mitgearbeitet hatte, praktisch alle den Ansprüchen unserer Kunden entsprochen haben. In zwei bis drei Projekten war ich bereits beim Kick-off involviert  und konnte diese von Beginn weg begleiten und mitgestalten.

Andreas, welches waren die grossen Herausforderungen 2012?

Eine Herausforderung lag sicher darin, sich dem veränderten Markt anzupassen und sich darin zu bewegen sowie der Umgang mit strukturellen Spitzen und Tiefen. Die wirtschaftliche Situation verschiedener Organisationen hat sich verschärft. Es wird heute stärker geprüft, was extern vergeben wird.
Eine weitere Herausforderung war das Vorstossen in neue Arbeitsfelder. Auch aufgrund unserer neu eingetretenen Mitarbeiter/innen können wir weitere, breitere und spezifischere Aufträge annehmen. Dadurch konnte unsere Produktepalette erweitert werden, beispielsweise im Bereich der Statistik und der quantitativen Evaluation. Eine Herausforderung lag und liegt auch weiterhin darin, dass wir trotz dem Ausbau der personellen Ressourcen der Firma weiterhin gut in den Teamstrukturen arbeiten können.

Reto, welchen Herausforderungen bist du bis jetzt bei socialdesign begegnet?

Da wir immer projektbezogen arbeiten, muss man sich effizient in neue Themen hineinarbeiten. Zum Teil sind das auch sehr komplexe Aufgaben. Gerade wenn es strategische Themen sind, bei denen es keine Rezeptlösungen gibt. Man muss relativ schnell die Situation erkennen und die wichtigen Fragestellungen identifizieren.

Was nimmt sich socialdesign für das Jahr 2013 vor? Auf was freut ihr euch besonders?

Andreas Dvorak: Wir nehmen uns vor, weiterhin mit sehr hoher Qualität, Termingenauigkeit und Freude zu arbeiten. Ich freue mich insbesondere auf die aktuell anstehenden internationalen Themen und darauf, dabei unser bestehendes Wissen und unsere Erfahrung weiter zu entwickeln. Auch freue ich mich darauf, in der nun erweiterten Teamkonstellation zu arbeiten.

Reto Jörg und Andreas Dvorak: Es besteht das Ziel, das Profil von socialdesign weiter zu stärken, weiter an unserem Profil zu arbeiten, auch was unser methodisches und wissenschaftliches Wissen und Vorgehen betrifft. Unser Ziel ist weiterhin, dass wir massgeschneiderte Produkte und praxisnahe Lösungen anbieten können. Dies zeichnet uns aus.
Ein weiteres Ziel ist sicher, weiterhin interessante und vielseitige Aufträge zu erhalten, welche sich in allen Grössenordnungen bewegen. Auch möchten wir die Marke socialdesign weiter bekannt machen, insbesondere auch in der Romandie.

Das Interview wurde von Christine Meister, Projektmitarbeiterin bei socialdesign, geführt.

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