Verabschiedung der gesundheitspolitischen Strategie 2020-2030

Der Bundesrat hat am 6. Dezember 2019 die gesundheitspolitische Strategie 2020-2030 verabschiedet. Diese baut auf der bisherigen Strategie Gesundheit2020 auf und konzentriert sich auf die vier dringlichsten Herausforderungen. Dazu gehören der technologische und digitale Wandel, die demographischen und gesellschaftlichen Veränderungen, der Erhalt einer qualitativ hohen und finanziell tragbaren Versorgung und die Chancen auf ein Leben in Gesundheit. Weitere Informationen und wie sich das weitere Vorgehen gestaltet lesen Sie hier.

Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen: Evaluation eines Pilotprojektes

Drug Checkings stellen ein Instrument der Schadensminderung dar. Schadensminderung bildet eine von vier Säulen der schweizerischen Drogenpolitik und ist Teil der Nationalen Strategie Sucht. Was ist der Nutzen eines Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen für die Nutzerinnen und Nutzer dieser Einrichtungen? Wie wirkt sich eine Substanzanalyse und Beratung auf das Wissen zu schadensminderndem Konsum aus? Kann ein Drug Checking das effektive Konsumverhalten beeinflussen? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beauftragten Evaluation des Pilotprojekts «Beurteilung und Begleitung des Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen». Hier geht es zum ausführlichen Evaluationsbericht, das zusammenfassende Faktenblatt finden Sie hier.

Academy-Anlass 2019

Am 31. Oktober 2019 fand der socialdesign Academy-Anlass statt. In zwei Kurzreferaten hatten Interessierte die Gelegenheit, einen Einblick in die aktuellen Themen “Gleichstellung” und “Alter” zu erhalten.

Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderung – auch gleiche Chancen?

Referat von Dr. Simon Meier, Projekte & Beratung

Die Frage der Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung ist eines der wichtigen politischen Anliegen der letzten Jahre. Mit der UN Behindertenrechtskonvention weht ein neuer Wind im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Diese umzusetzen resp. eine inklusive Gesellschaft anzustreben, ist und bleibt eine Herausforderung für Behörden, Fachpersonen und die gesamte Gesellschaft. Im Referat erfuhren die Teilnehmenden mehr zum aktuellen Diskurs über Gleichstellung, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung in der Schweiz. Darauf aufbauend wurde mittels Praxisbeispielen veranschaulicht, welche spezifischen Haltungen, Kenntnisse und Fähigkeiten unterstützen, um unter den veränderten Rahmenbedingungen kompetent tätig zu sein und eine möglichst hohe Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Hier finden Sie die Präsentation zum Referat.

 

Heutige Alter(n)sbilder

Referat von Dr. phil. Francesca Rickli, Projekte & Beratung

Wie die AHV als Sozialwerk zukünftig schwarze Zahlen schreiben soll, beschäftigt aktuell die ganze Schweiz. Doch stellt sich dabei die Frage, wie wollen wir eigentlich alt werden? Welche Konsequenzen haben der demographische Wandel und das als marode verschriene System auf unsere Altersbilder?
In diesem spannenden Kurzreferat erhielten die Teilnehmenden basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen einen vielschichtigen Einblick in gängige Alter(n)sbilder. Wie wurde aus dem Grossmütterchen auf der Ofenbank die aktive Grossmutter in atmungsaktiver Outdoor-Kleidung und wer profitiert von positiven Alter(n)sbildern und wer bleibt davon ausgeschlossen? Hier finden Sie die Präsentation zum Referat.

 

 

Haben Sie Fragen zu den Themen oder zu den Präsentationen? Unser Referent Dr. Simon Meier und unsere Referentin Dr. phil. Francesca Rickli stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen und einen Austausch zur Verfügung.

Programm “Socius”

In einem Kurzfilm der Age-Stiftung wird das im Jahr 2014 lancierte Programm «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht», welches in zwei Teile gegliedert ist, erklärt. Älteren Menschen soll mit Unterstützungssystemen ermöglicht werden, dass diese länger in der eigenen Wohnung bleiben können. Im Rahmen dieses Programms wurden verschiedene Akteure aus Schweizer Gemeinden und Regionen gesucht. Im Kurzfilm zu sehen ist auch Ricarda Ettlin, Projektleiterin bei socialdesign, welche für die Age-Stiftung eine Begleituntersuchung durchgeführt hat. Den spannenden Kurzfilm finden Sie unter diesem Link.

Formative Evaluation der Umsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG)

Der Bundesrat will mit seiner Strategie Gesundheit2020 die Versorgungsqualität im Gesundheitsbereich erhöhen. Ein wesentliches Element der Strategie ist die Förderung elektronischer Gesundheitsdienste («eHealth») und insbesondere die Förderung des elektronischen Patientendossiers (EPD).

Am 19. Juni 2015 haben der Stände- und Nationalrat das Bundesgesetz zum elektronischen Patientendossier (EPDG ) verabschiedet. Es trat am 15. April 2017 in Kraft. In Artikel 18 des EPDG wird festgehalten, dass das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) dafür sorgt, dass die Massnahmen des Gesetzes periodisch evaluiert und dem Bundesrat über die Ergebnisse berichtet werden soll.

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) begleiten unsere Senior Projektleiterin Ricarda Ettlin und unser Projektleiter Samuel Wetz die Umsetzung des Gesetzes im Rahmen der formativen Evaluation. Der Arbeitsbericht zur ersten Phase, in welchem unser ehemaliger Senior Projektleiter Reto Jörg mitwirkte ist nun publiziert und öffentlich verfügbar. Er umfasst unter anderem Ergebnisse zum allgemeinen Stand der Umsetzung, Kohärenz der Umsetzung mit den Zielsetzungen des EPDG, Finanzierung der Stamm-/Gemeinschaften und Finanzhilfen und zeigt verschiedene Herausforderungen auf.

Es gibt immer eine Alternative zu Gewalt

Kinderschutz Schweiz hat im Rahmen einer 2. Sensibilisierungkampagne eine kurze Filmdokumentation lanciert, in welcher Eltern und Grosseltern erzählen, wie sie in der Vergangenheit reagiert haben, wenn es zu nervenaufreibenden Erziehungssituationen kam. Es geht um ganz alltägliche Stresssituationen im Umgang mit dem Nachwuchs, die Eltern an ihre Grenze bringen. Doch wie kann man sich in solchen Situationen besser verhalten? Eltern und Grosseltern stellen in diesem Kurzfilm Handlungsalternativen für andere Erziehungsberechtigte vor, welche zeigen, dass es immer eine Alternative zu Gewalt gibt.

Situationsanalyse zum Angebot und zur Finanzierung der Not- und Schutzunterkünfte in den Kantonen

Im Auftrag der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK hat socialdesign einen Bericht zur Situation der Not- und Schutzunterkünfte in den Kantonen erarbeitet. Dieser gibt Antworten auf die folgenden Fragen: Wie viele Plätze in Schutz- und Notunterkünften stehen in den Kantonen aktuell zur Verfügung? Und wie sieht die Finanzierung dieser Schutz- und Notunterkünfte aus?

Wirkfaktoren in der Online-Beratung am Beispiel des Portals SafeZone.ch

Psychosoziale Online-Beratung ist mittlerweile ein fester Bestandteil professioneller Beratung und Behandlung. Professionelle E-Beratung stellt jedoch spezifische Anforderungen sowohl an Fachpersonen, wie auch an die Qualitätssicherung. Alwin Bachmann, Stv. Leiter von Infodrog, und unsere Senior Projektleiterin Ricarda Ettlin beleuchten in ihrem Artikel in der Zeitschrift Case Management anhand einer Inhaltsanalyse von 1000 anonymisierten Beratungsakten des Portals SafeZone.ch einerseits die zentralen Wirkfaktoren der Mailberatung. Andererseits verweisen sie auf die fachlichen Anforderungen zur Umsetzung dieser Wirkfaktoren.

Koordinierte Versorgung von psychisch-körperlich Erkrankten: Modelle guter Praxis

Die Forschung und Theorie verweisen darauf, dass die koordinierte Versorgung für Personen, die psychisch erkrankt sind und gleichzeitig eine somatische Erkrankung aufweisen, besonders wichtig und notwendig ist. Basierend auf einer Situationsanalyse haben wir den Handlungsbedarf im Bereich der psychisch-körperlichen Komorbidität aufgezeigt.  Jedoch sind wenige Kenntnisse vorhanden, wie in der Praxis Modelle einer koordinierten Versorgung umgesetzt werden (können).
Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit hat socialdesign Modelle guter Praxis recherchiert und vertieft analysiert. Im Zuge der Analyse wurden die Modelle auch an einem der Workshops am 1. Nationalen Patientenkongress mit Betroffenen und Fachpersonen valorisiert.
Rahmen der Analyse bildet das Projekt «Koordinierte Versorgung» der Strategie Gesundheit2020, welches zum Ziel hat, die Versorgungsqualität spezifischer Patientengruppen entlang der ganzen Behandlungskette zu verbessern.

Was bedeuten (uns) Caring Communities?

Weil Menschen immer älter werden, immer länger fit und aktiv bleiben, aber auch der Wunsch nach möglichst langer Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit besteht, steigt der Bedarf am Austausch mit, resp. der Unterstützung durch seinesgleichen. Eine Form, diesem Bedürfnis nachzukommen, ist das Aktivsein in Caring Communities.

Was bedeuten (uns) Caring Communities? Und wie funktionieren sie? Diese und weitere Fragen stellten die Leitthemen der Netzwerk-Tagung Caring Communities dar, welche durch Migros-Kulturprozent initiiert und durchgeführt worden ist. socialdesign hat im Rahmen eines Inputreferates die Resultate einer mündlichen On-the-Street Befragung sowie Ergebnisse von Interviews mit Fachpersonen vorgestellt. Weitere spannende Referate und Unterlagen zu Caring Communities finden Sie auf der Veranstaltungshomepage.