Situationsanalyse Selbstmanagement-Förderung

Die Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) fordert die Selbstmanagement-Förderung bei Menschen, die an einer nichtübertragbaren Krankheit (z.B. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes) oder Suchterkrankung leiden (Massnahme 2.4). Selbstmanagement-Förderung umfasst patientenzentrierte Ansätze, die darauf abzielen, Menschen mit chronischen nichtübertragbaren körperlichen und psychischen Krankheiten, Suchtbetroffene und Angehörige im Umgang mit den resultierenden Herausforderungen zu unterstützen und sie in ihren Ressourcen und Selbstmanagement-Kompetenzen zu stärken. Die Selbstmanagement-Förderung arbeitet an aktiven Bewältigungs- und Veränderungsprozessen in einem gemeinsamen Prozess zwischen den Betroffenen und dem unterstützenden Umfeld (Fachpersonen, Angehörige und Peers).

Durch die Aus-, Weiter- und Fortbildung werden Fachpersonen zur Selbstmanagement-Förderung befähigt. Doch inwiefern werden Elemente der Selbstmanagement-Förderung durch die Bildungsstätten vermittelt? Welche Inhalte werden vermittelt? Und wo liegen die Potenziale und Lücken? Darüber gibt unsere Situationsanalyse Auskunft, die wir im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit durchgeführt haben.

Formative Evaluation der Umsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier

Im Zuge der Umsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) wurden in den vergangenen Monaten mit eHealth Aargau und eSANITA die ersten beiden Stammgemeinschaften erfolgreich zertifiziert und konnten somit in den operativen Betrieb starten.

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) begleitet socialdesign die Umsetzung des Gesetzes im Rahmen einer formativen Evaluation. In der aktuellen Startphase wird pro Stamm-/Gemeinschaft nach erfolgreicher Zertifizierung ein Statusbericht publiziert, der diverse Merkmale abbildet, welche (indirekt) der Verbreitung und Nutzung des elektronischen Patientendossiers (EPD) förderlich sein könnten. Der erste Statusbericht wurde Ende Februar 2021 publiziert. Hier geht’s direkt zum Bericht.

Formative und summative Evaluation des Projektes Tina und Toni

Tina und Toni© ist ein umfassendes Präventionsprogramm für ausserfamiliäre Einrichtungen, wie beispielsweise Tagesstätten, Mittagstische oder Freizeiteinrichtungen, welche Kinder zwischen vier und sechs Jahren betreuen.

Im Programm, welches von Sucht Schweiz und Gesundheitsförderung Schweiz durchgeführt wird, geht es um die Förderung von psychosozialen Kompetenzen bei Kindern. socialdesign hat sowohl eine formative als auch eine summative Evaluation des Programms in den Westschweizer Kantonen durchgeführt. Künftig soll das Programm in der ganzen Schweiz durchgeführt werden. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Projekts (auf Deutsch) oder erhalten Sie auf Anfrage den ganzen Bericht (nur auf Französisch verfügbar).

Finanzierung von Schnittstellen

Interview mit Ursula Fringer Schai und Simon Meier

Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Alters- und Pflegeheime sowie Psychiatrien sehen sich zusehends mit komplexen Finanzierungsfällen konfrontiert. Wird zum Beispiel eine Person, die schon lange in einer Institution für Menschen mit Behinderungen lebt, 65 Jahre alt, ist nunmehr nicht nur die IV sondern auch die AHV für die Finanzierung zuständig. Steigt nun der Pflegebedarf einer Person und es werden umfassende Pflegeleistungen notwendig, kommt die zusätzliche Finanzierungslogik des Krankenversicherungsgesetzes dazu.

 

Lesen Sie in diesem Interview, welche Konsequenzen dies für sogenannt «gemischt finanzierte Institutionen hat» und was dies für die Menschen, die in diesen Institutionen leben, bedeutet.

Francesca Rickli führte dieses Interview mit Ursula Fringer Schai, Senior Projektleiterin und Partnerin bei socialdesign und Simon Meier, Projektleiter bei socialdesign.

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«Wir wissen noch nicht, worauf es wirklich ankommt»

Interview mit Roger Staub

Roger Staub verfügt über einen Master of Public Health und einen Master in Applied Ethics. Er war Mitbegründer der Aids-Hilfe Schweiz und über viele Jahre Leiter der STOP AIDS-Kampagne beim Bundesamt für Gesundheit BAG. Seit 2017 ist er Geschäftsleiter der Stiftung Pro Mente Sana und setzt sich als Präventionsfachmann auch für erste Hilfe im Bereich psychische Gesundheit ein.

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Verabschiedung der gesundheitspolitischen Strategie 2020-2030

Der Bundesrat hat am 6. Dezember 2019 die gesundheitspolitische Strategie 2020-2030 verabschiedet. Diese baut auf der bisherigen Strategie Gesundheit2020 auf und konzentriert sich auf die vier dringlichsten Herausforderungen. Dazu gehören der technologische und digitale Wandel, die demographischen und gesellschaftlichen Veränderungen, der Erhalt einer qualitativ hohen und finanziell tragbaren Versorgung und die Chancen auf ein Leben in Gesundheit. Weitere Informationen und wie sich das weitere Vorgehen gestaltet lesen Sie hier.

Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen: Evaluation eines Pilotprojektes

Drug Checkings stellen ein Instrument der Schadensminderung dar. Schadensminderung bildet eine von vier Säulen der schweizerischen Drogenpolitik und ist Teil der Nationalen Strategie Sucht. Was ist der Nutzen eines Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen für die Nutzerinnen und Nutzer dieser Einrichtungen? Wie wirkt sich eine Substanzanalyse und Beratung auf das Wissen zu schadensminderndem Konsum aus? Kann ein Drug Checking das effektive Konsumverhalten beeinflussen? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beauftragten Evaluation des Pilotprojekts «Beurteilung und Begleitung des Drug Checkings in Kontakt- und Anlaufstellen». Hier geht es zum ausführlichen Evaluationsbericht, das zusammenfassende Faktenblatt finden Sie hier.

Academy-Anlass 2019

Am 31. Oktober 2019 fand der socialdesign Academy-Anlass statt. In zwei Kurzreferaten hatten Interessierte die Gelegenheit, einen Einblick in die aktuellen Themen “Gleichstellung” und “Alter” zu erhalten.

Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderung – auch gleiche Chancen?

Referat von Dr. Simon Meier, Projekte & Beratung

Die Frage der Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung ist eines der wichtigen politischen Anliegen der letzten Jahre. Mit der UN Behindertenrechtskonvention weht ein neuer Wind im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Diese umzusetzen resp. eine inklusive Gesellschaft anzustreben, ist und bleibt eine Herausforderung für Behörden, Fachpersonen und die gesamte Gesellschaft. Im Referat erfuhren die Teilnehmenden mehr zum aktuellen Diskurs über Gleichstellung, soziale Teilhabe und Selbstbestimmung in der Schweiz. Darauf aufbauend wurde mittels Praxisbeispielen veranschaulicht, welche spezifischen Haltungen, Kenntnisse und Fähigkeiten unterstützen, um unter den veränderten Rahmenbedingungen kompetent tätig zu sein und eine möglichst hohe Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Hier finden Sie die Präsentation zum Referat.

 

Heutige Alter(n)sbilder

Referat von Dr. phil. Francesca Rickli, Projekte & Beratung

Wie die AHV als Sozialwerk zukünftig schwarze Zahlen schreiben soll, beschäftigt aktuell die ganze Schweiz. Doch stellt sich dabei die Frage, wie wollen wir eigentlich alt werden? Welche Konsequenzen haben der demographische Wandel und das als marode verschriene System auf unsere Altersbilder?
In diesem spannenden Kurzreferat erhielten die Teilnehmenden basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen einen vielschichtigen Einblick in gängige Alter(n)sbilder. Wie wurde aus dem Grossmütterchen auf der Ofenbank die aktive Grossmutter in atmungsaktiver Outdoor-Kleidung und wer profitiert von positiven Alter(n)sbildern und wer bleibt davon ausgeschlossen? Hier finden Sie die Präsentation zum Referat.

 

 

Haben Sie Fragen zu den Themen oder zu den Präsentationen? Unser Referent Dr. Simon Meier und unsere Referentin Dr. phil. Francesca Rickli stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen und einen Austausch zur Verfügung.

Programm “Socius”

In einem Kurzfilm der Age-Stiftung wird das im Jahr 2014 lancierte Programm «Socius – wenn Älterwerden Hilfe braucht», welches in zwei Teile gegliedert ist, erklärt. Älteren Menschen soll mit Unterstützungssystemen ermöglicht werden, dass diese länger in der eigenen Wohnung bleiben können. Im Rahmen dieses Programms wurden verschiedene Akteure aus Schweizer Gemeinden und Regionen gesucht. Im Kurzfilm zu sehen ist auch Ricarda Ettlin, Projektleiterin bei socialdesign, welche für die Age-Stiftung eine Begleituntersuchung durchgeführt hat. Den spannenden Kurzfilm finden Sie unter diesem Link.

Formative Evaluation der Umsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG)

Der Bundesrat will mit seiner Strategie Gesundheit2020 die Versorgungsqualität im Gesundheitsbereich erhöhen. Ein wesentliches Element der Strategie ist die Förderung elektronischer Gesundheitsdienste («eHealth») und insbesondere die Förderung des elektronischen Patientendossiers (EPD).

Am 19. Juni 2015 haben der Stände- und Nationalrat das Bundesgesetz zum elektronischen Patientendossier (EPDG ) verabschiedet. Es trat am 15. April 2017 in Kraft. In Artikel 18 des EPDG wird festgehalten, dass das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) dafür sorgt, dass die Massnahmen des Gesetzes periodisch evaluiert und dem Bundesrat über die Ergebnisse berichtet werden soll.

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) begleiten unsere Senior Projektleiterin Ricarda Ettlin und unser Projektleiter Samuel Wetz die Umsetzung des Gesetzes im Rahmen der formativen Evaluation. Der Arbeitsbericht zur ersten Phase, in welchem unser ehemaliger Senior Projektleiter Reto Jörg mitwirkte ist nun publiziert und öffentlich verfügbar. Er umfasst unter anderem Ergebnisse zum allgemeinen Stand der Umsetzung, Kohärenz der Umsetzung mit den Zielsetzungen des EPDG, Finanzierung der Stamm-/Gemeinschaften und Finanzhilfen und zeigt verschiedene Herausforderungen auf.