Koordinierte Versorgung von psychisch-körperlich Erkrankten: Modelle guter Praxis

Die Forschung und Theorie verweisen darauf, dass die koordinierte Versorgung für Personen, die psychisch erkrankt sind und gleichzeitig eine somatische Erkrankung aufweisen, besonders wichtig und notwendig ist. Jedoch sind wenige Kenntnisse vorhanden, wie in der Praxis Modelle einer koordinierten Versorgung umgesetzt werden (können).
Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit hat socialdesign Modelle guter Praxis recherchiert und vertieft analysiert. Im Zuge der Analyse wurden die Modelle auch an einem der Workshops am 1. Nationalen Patientenkongress mit Betroffenen und Fachpersonen valorisiert.
Rahmen der Analyse bildet das Projekt «Koordinierte Versorgung» der Strategie Gesundheit2020, welches zum Ziel hat, die Versorgungsqualität spezifischer Patientengruppen entlang der ganzen Behandlungskette zu verbessern. Hier geht es zum Bericht und den «Modellen guter Praxis».

Studie zu psychisch-somatischer Komorbidität

Zum Welttag der psychischen Gesundheit vom 10. Oktober 2017 wurde der Bericht zur koordinierten Versorgung für psychisch erkrankte Personen an der Schnittstelle „Akutsomatik – Psychiatrie resp. psychiatrische Klinik“ veröffentlicht. Die socialdesign ag hat im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit eine Situationsanalyse zu den Herausforderungen in der Versorgung von psychisch erkrankten Personen mit zusätzlichen körperlichen Erkrankungen vorgenommen. Der Bericht ist Teil des Bundesprojektes “koordinierte Versorgung”. Sie finden den Bericht mit den wichtigsten Fakten und dem Handlungsbedarf hier. Die Aargauer Zeitung hat einen Artikel zur Studie veröffentlicht.

Auswirkungen der KVG-Revision Spitalfinanzierung auf die Spitallandschaft und die Sicherstellung der stationären Versorgung

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) erarbeitete socialdesign eine Konzept- und Machbarkeitsstudie zu den Auswirkungen der KVG-Revision Spitalfinanzierung auf die Spitallandschaft und die Sicherstellung der stationären Versorgung. Ziel der Studie war es ein umsetzbares Konzept für die Evaluationsarbeiten innerhalb des Themenbereichs „Spitallandschaft und Sicherstellung der Versorgung“ zu erarbeiten und eine erste Bestandesaufnahme in Bezug auf die themenbereichsspezifischen Evaluationsfragestellungen vorzunehmen.
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Q-Day 2016

Der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Kliniken (ANQ) veranstaltete am 28. Januar 2016 den ersten „Q-Day“. Die Inputs der diversen Expertinnen und Experten fokussierten dabei auf die Nutzungsmöglichkeiten der ANQ-Messungen im klinischen Alltag sowie auf den Nutzen der Messungen in einem breiteren Kontext. Reto Jörg der socialdesign ag unterstützte den ANQ bei der Konzeption, Organisation und Durchführung des Q-Day und leitete zusammen mit Estelle Lécureux das Modul „Statistische Grundlagen“. Weitere Informationen und diverse Präsentationen zum Download finden Sie auf der Webseite des ANQ.

Monitoring der regionalen und überregionalen Patientenströme für die Region Nordwestschweiz

Ergebnisse bezüglich der Nordwestschweizer Patientenströme vor und nach der Einführung der KVG-Revision (2012)
Zentrales Anliegen des Monitorings ist einerseits die Dokumentation der medizinischen Leistungserbringung und -inanspruchnahme sowie der regionalen und überregionalen Patientenströme für den Zeitraum der Jahre 2011 bis 2013. Andererseits sollen basierend darauf Rückschlüsse auf die Versorgungslage der Nordwestschweiz im Allgemeinen und der einzelnen Kantone im Speziellen gezogen werden. Untersucht wurden die Bereiche Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie sowie die ambulante Versorgung. Im Rahmen des Monitorings wurden diese Fragestellungen auf Ebene der Nordwestschweiz sowie bezüglich der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn und der Region nördlich des Juras untersucht. Die Ergebnisse des Monitorings wurden in sechs Schlussberichten dargelegt, indem jeweils pro Region (Nordwestschweiz, pro Kanton und Region Nördlich des Juras) ein separater Bericht erstellt wurde. Die Berichte enthalten nebst der Dokumentation der Patientenströme Ansätze zur Analyse bezüglich einer allfälligen Über- und Unterversorgung in der medizinischen Versorgung.

Psychiatrie: Nutzen der nationalen Qualitätsmessungen für die Praxis

In der dritten Ausgabe des Suchtmagazins im Jahr 2015 veröffentlichte Regula Ruflin zusammen mit Johanna Friedli und Thomas Meier den Fachartikel “Psychiatrie: Nutzen der nationalen Qualitätsmessungen für die Praxis”.

Seit Mitte 2012 misst der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) die Qualität in der Psychiatrie. Aus den national vergleichbaren Ergebnissen können die Kliniken heute konkrete Massnahmen zur Qualitätsverbesserung ableiten. Klinik intern liegt der Benefit vor allem bei der Prozessqualität: die Messergebnisse fliessen in den Klinikalltag ein und werden aktiv genutzt.

socialdesign, vertreten durch Regula Ruflin, war 2006-2014 mandatiert, diese Messungen für den ANQ zu entwickeln, zu pilotieren, einzuführen und umzusetzen.

 

Zukunft Psychiatrie Kantonale Psychiatriekonzepte und ihre Umsetzung – eine Bestandsaufnahme

Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hat socialdesign im Jahr 2012 eine Bestandsaufnahme der kantonalen Psychiatriekonzepte durchgeführt. Diese basiert auf einer Dokumentenanalyse der kantonalen Psychiatriekonzepte sowie auf einer Online-Befragung zum Stand der Psychiatriekonzepte und ihrer Umsetzung.

Kurzbericht über die Evaluationsergebnisse und Erkenntnisse hinsichtlich des ANQ-Messplans

socialdesign verfasste in Zusammenarbeit mit dem ANQ (Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken) einen Kurzbericht über die Evaluationsergebnisse und Erkenntnisse hinsichtlich des ANQ-Messplans für die Akutsomatik. Der Kurzbericht berücksichtigt sowohl die Resultate der externen Evaluation durch das Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) sowie die Stellungnahmen der verantwortlichen Messinstitute und zeigt mögliche Handlungsoptionen im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Messplans auf.

Qualitätsmessung in der Psychiatrie – der erste nationale Datenvergleich liegt vor

Im Juli 2012 starteten in der stationären Erwachsenenpsychiatrie nationale, ergebnisorientierte Qualitätsmessungen. Die als Vollerhebung konzipierte Messung erfolgte nach einheitlichen Vorgaben, welche vom Verein ANQ Nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken entwickelt wurden. Im Juni 2013 konnte nun erstmals der „Nationale Vergleichsbericht Outcome – Stationäre Psychiatrie Erwachsene“ den Kliniken, die an den ANQ-Messungen Erwachsenen Psychiatrie teilnehmen, präsentiert werden. In der Infogazette „diagonal Nr.2-2013“ der Psychiatrie Baselland erschien dazu ein Artikel von Regula Ruflin.