Zehnjähriges Jubiläum socialdesign

Interview mit Regula Ruflin und Andreas Dvorak, Gründer der socialdesign ag

Regula Ruflin und Andreas Dvorak haben die socialdesign ag im Jahr 2006 gegründet und feiern dieses Jahr das zehnjährige Jubiläum des Unternehmens.

Andreas Dvorak ist Sozialarbeiter FH und hat ein MBA in Sozialmanagement und Sozialpolitik. Er verfügt über 30 jährige Führungserfahrung in Wirtschaft und Verwaltung und doziert u. a. in den Bereichen Sozialmanagement, Sozialplanung, Organisationslehre und öffentliches Finanzwesen.

Regula Ruflin verfügt als Staatswissenschafterin, Sozialarbeiterin und Heilpädagogin über langjährige Führungs- und Berufspraxis sowohl im Profit- als auch im Nonprofit-Bereich. Sie unterrichtet in den Bereichen Qualitätsmanagement, Wirkungsorientierung, Projektmanagement, Public Management und Soziale Arbeit.

Was hat Euch motiviert ein Unternehmen in der Beratungsbranche zu gründen?

Wir wollten uns beide einer neuen Herausforderung stellen, wussten aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau wie diese aussehen sollte. Die Idee einer eigenen Unternehmung reifte im Rahmen des ersten Lehrauftrags in China heran. In dieser Phase wurden wir auch von unterschiedlichen Organisationen für diverse Beratungsmandate angefragt. Durch das positive Feedback der Kunden und unsere positiven Erfahrungen bei der Bearbeitung der Aufträge haben wir uns entschieden eine Klammer darum zu bilden und damit ein Unternehmen zu gründen. Mit socialdesign wollten und wollen wir mit unseren Kunden erfahrungs- und theoriebasierte Lösungen erarbeiten, welche letztendlich dem Kunden und im Bereich des Public-Management der Gesellschaft einen Mehrwert bieten. socialdesign wurde somit am 9. März 2006 zuerst als Einzelfirma im Handelsregister eingetragen. Ein Jahr später haben wir dann unsere Unternehmung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Gestartet haben wir als zwei Personenbetrieb und wurden dann schnell grösser. Mit der Grösse brauchte es dann genau so schnell mehr Platz und so haben wir nach einigem Suchen die Räumlichkeiten am Kornhausplatz gefunden. Nach sieben Jahren wurde es dann wieder zu eng am Kornhausplatz und so sind wir Ende 2014 an die Thunstrasse im Kirchenfeldquartier gezogen.

Wie seid Ihr auf den Namen „socialdesign“ gekommen?

Der Name ist eine Entdeckung und Herleitung von Regula Ruflin. Er setzt sich aus den zwei Wörtern „social“ und „design“ zusammen. Unter „social“ verstehen wir das Gesellschaftliche oder gesellschaftsorientiertes und unter „design“ das Planerische oder Gestalterische. Für uns bedeutet socialdesign, dass wir die Planung von relevanten gesellschaftsbezogenen Themen nicht dem Zufall überlassen, sondern diese strukturiert planen und gestalten möchten. Uns würde es natürlich interessieren was socialdesign für unsere Kunden bedeutet, da wir immer wieder unterschiedliche Rückmeldungen zu unserem Namen erhalten.

Wie habt Ihr es geschafft, die Unternehmung gesamtschweizerisch zu etablieren?

Dank unseres grossen Netzwerks konnten wir sehr schnell auch gesamtschweizerische Aufträge für unsere Kunden durchführen. Dies ist unter anderem auch unserem breiten Fachwissen und unseren freien Mitarbeitenden zu verdanken. Wir hatten schon zu Beginn von socialdesign freie Mitarbeitende aus der Westschweiz und dem Tessin, welche uns unterstützten. Seit dem Jahr 2011 arbeitet nun Frau Ricarda Ettlin bei uns, welche die Aufträge für die lateinische Schweiz koordiniert und durchführt.

Ein langer Weg – was hat Euch bei Eurer Arbeit am meisten angetrieben?

Es waren intensive, aber sehr spannende Jahre! Durch die stetige Zunahme an Anfragen und den positiven Rückmeldungen, sowie dem Zuspruch unserer Kunden, wussten wir, dass wir mit unseren Dienstleistungen richtig liegen, in dem wir auf den Kunden massgeschneiderte Lösungen und Dienstleistungen anbieten. Wir wollen Produkte anbieten, welche in der Praxis umsetzbar sind und die gewünschte Wirkung erzielen. Uns ist es heute und auch in der Zukunft ein Anliegen, dass unsere Beratung einen Mehrwert erzielt und unsere Kunden nachhaltige Lösungen erhalten. Weiter hat uns das Lernen angetrieben. Mit jedem neuen Projekt und jeder neuen Schulung lernen wir Neues in unseren Fachgebieten hinzu.

Wie schafft Ihr es, euch immer wieder auf die richtigen Trends und Entwicklungen zu verlassen?

Unser Wissen halten wir durch das Unterrichten an unterschiedlichen Hochschulen auf dem neusten Stand. Wir haben ein hohes Interesse an unseren Fachgebieten und bilden uns deshalb auch intern und extern stetig weiter. Auch durch die Bearbeitung unserer Aufträge, sowie dem Kontakt mit unseren Auftraggebern und Partnern lernen wir immer Neues dazu. Durch diese stetige Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Themen erhalten wir die Möglichkeit auf wichtige Trends und Entwicklungen zu schliessen.

Was dürfen wir in der Zukunft von socialdesign erwarten?

Momentan befinden sich die Wirtschaft und die Gesellschaft in einem Wandel, dies merken wir einerseits an den Aufträgen und deren Inhalten. Andererseits ist auch die Verknappung der Ressourcen immer häufiger ein Thema. Jede Veränderung stellt aber auch eine Chance dar. Deshalb werden wir weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten, welche den Organisationen und ihren Mitarbeitenden, sowie einer Gemeinde oder Stadt hohen Nutzen stiftet. Aus diesem Grund befassen wir uns auch immer mit neuen Themen, wie z. B. mit Hilfe von Geo-Informations-System-Analysen, komplexe Situationen und Abläufe grafisch dargestellt werden können. Diese speziellen Wissensbereiche konnten wir auch im Monitoring der regionalen und überregionalen Patientenströme für die Region Nordwestschweiz  anwenden. Und auch intern stehen wir nicht still, wir werden dieses Jahr auf das digitale Marketing umstellen und ein Customer Relationship Management (CRM) einführen. Dieses Wissen eignen wir uns selber an, damit wir dann in Zukunft auch unsere Kunden auf eine massgeschneiderte Dienstleistung hin beraten können.

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